TCP PortCheck für Windows 10 - Stand: 09.03.2021   

Anleitung PortCheck 2.1

PortCheck, Download bei heise
PortCheck ist ein Kommandozeilen-Tool für Netzwerker und Administratoren. Es zeigt an, ob ein Gerät im Netzwerk auf bestimmten TCP-Ports antwortet.

 

Inhalt

Was ist neu in Version 2.1
Syntax
Beispiele
Individueller Text
Alarmierung im Fehlerfall
Vergleich mit PC-Check 3.0


Was ist neu in Version 2.1 (Nov. 2020)

PortCheck hat einige neue Features zu bieten:

  • Interaktiver Modus mit -i: Damit lässt sich beispielsweise auf dem Desktop eine Verknüpfung anlegen, die bei Doppelklick nach Host und Port fragt. Sehr praktisch für AdHoc-Checks.

  • Individueller Text: Mit den Parametern -replaceopentext und -replaceclosedtext kann die Ausgabe komplett individuell gestaltet werden. Ein interessantes Feature. So kann im Fehlerfall statt der Netzwerker-Sprache beispielsweise der Text erscheinen: "Die Produktionsmaschine funktioniert nicht. Bitte rufen Sie Tel. 5678 an!". Außerdem lässt sich damit die Ausgabe auf jede Sprache anpassen.

  • Alarmierung im Fehlerfall: PortCheck kann jetzt Batchdateien im Fehlerfall und im "Repariert-Fall" ausführen. Auch erst bei mehreren Ausfällen - völlig frei konfigurierbar.

  • Fehlerkorrektur: PortCheck 2.0 hatte zickig reagiert, wenn die eigene Windows-Firewall einen ausgehenden Port verboten hat. Dann wurde oft das Ergebnis grün angezeigt.

 

Syntax

PortCheck 2.1.0.8 by Lugrain Software 11/2020
Überprüft, ob ein remote TCP-Port antwortet.

Einfache Syntax:

PortCheck [-t] [-i] <hostname(n)> <port(s)>

Beispiele:

PortCheck -i               # interaktiv (Eingaben abfragen)
PortCheck MyServer 80      # einzelner Check
PortCheck -t MyServer 443  # fortlaufend

Erweiterte Syntax:

PortCheck [-t] [-i] [-w:<pause in s>] [-st] [-nc] [-oo] [-nl] [-tc]
          [-rcf:<batch file when closed>] [-rcc:<closed count>] [-rco] [-rch]
          [-rof:<batch file when open>] [-roc:<open count>] [-roo] [-roh]
          [-replaceopentext:<text when open>] [-replaceclosedtext:<text when closed>]
          <hostname(s)> <port(s)> [<timeout in ms>] [<filename of logfile>] [<description>]


hostname(s)   Ein oder mehrere Hostnamen, getrennt durch Komma (keine Leerzeichen)
port(s)       Ein oder mehrere TCP-Portnummern (getrennt durch Komma), ein Port-
              Bereich <startport>-<endport> oder alle Wellknown-Ports 'knownports'
              oder 'kp'
timeout       Timeout im Bereich 100-1000 (default: 1000ms)
filename      Schreibt alles in eine Datei, inkl. Datum und Zeit
description   Eigene Beschreibung für den Port

-t    Port fortlaufend abfragen (ähnlich Ping-Befehl)
-w    Pause zwischen zwei Checks (dies ist nicht der Timeout)
-st   Datum und Zeit in jeder Zeile anzeigen
-nc   No color: Default-Farbe verwenden statt grün und rot
-oo   Only open: nur offene Ports anzeigen
-nl   No lines: keine Separatorlinien anzeigen
-tc   Toggle colors: grün und rot vertauschen (Port offen = Alarm)
-bp   Beep: akustisches Signal bei Alarm (nur zusammen mit -t)

Beispiele:

PortCheck www.bing.com 80
PortCheck -t www.bing.com 443
PortCheck oracle-server1 1521 500 c:\temp\logfile.txt oracle
PortCheck -t -bp MyFileserver 139
PortCheck -t -w:10 MyFileserver 139,445
PortCheck -t -tc -bp sql-server1,sql-server2 1433 300
PortCheck -oo MyServer 1-1024
PortCheck MyServer knownports
PortCheck -t -rcf:"c:\data\closed.cmd" -rcc:3 -rco Citrix-Server 1494
PortCheck -t -replaceclosedtext:"Maschine antwortet nicht. Bitte Tel. 1234 anrufen!" Citrix-Server 1494

Liefert ERRORLEVEL=0 zurück bei 'keine Antwort', ERRORLEVEL=1 bei Antwort.


Beispiele


Einfacher Check
PortCheck www.heise.de 80
Überprüft einmalig, ob www.heise.de auf Port 80 (HTTP) antwortet.

Fortlaufend
PortCheck -t www.ecosia.de 443
Überprüft fortlaufend (wie beim Ping-Befehl), ob www.ecosia.de auf Port 443 (HTTPS) antwortet.

Fortlaufender Check, Host und Port erfragen
PortCheck -i
Erfragt Host und Port vom Anwender. Erstellen Sie sich eine Verknüpfung auf dem Desktop, die PortCheck.exe -i aufruft. So können Sie jederzeit einen Adhoc-PortCheck ausführen.

Datum und Uhrzeit anzeigen
PortCheck -t -st Terminal-Server1 3389
Überprüft fortlaufend, ob Terminal-Server1 auf Port 3389 (RDP) antwortet. Zeigt in jeder Zeile Datum und Uhrzeit an.

In Datei schreiben mit Datum
PortCheck -t -st Terminal-Server1 445 1000 c:\temp\Port445.txt
Überprüft fortlaufend, ob Terminal-Server1 auf Port 445 (NetBIOS über TCP/IP) antwortet. Zeigt in jeder Zeile Datum und Uhrzeit an und schreibt die Ergebnisse zusätzlich in eine Textdatei.

Mehrere Hosts, ein Port
PortCheck -t Fileserver1,Fileserver2 3389
Überprüft fortlaufend, ob Fileserver1 und Fileserver2 auf Port 3389 (RDP) antworten. Wichtig: Kein Leerzeichen vor oder nach dem Komma.

Mehrere Hosts, mehrere Ports
PortCheck -t Fileserver1,Fileserver2 139,3389
Überprüft fortlaufend, ob Fileserver1 und Fileserver2 auf Port 139 (NetBIOS) und Port 3389 (RDP) antworten. Wichtig: Kein Leerzeichen vor oder nach den Kommas.

Warten zwischen zwei Checks
PortCheck -t -w:10 Exchange-Server1 443
Überprüft fortlaufend, ob Exchange-Server1 auf Port 443 antwortet. Zwischen den Checks wird 10 Sekunden gewartet.

Warten und Timeout
PortCheck -t -w:10 Cisco-Router1 22 600
Überprüft fortlaufend, ob Cisco-Router1 auf Port 22 (SSH) antwortet. Zwischen den Checks wird 10 Sekunden gewartet. Der Timeout wird von 1000ms auf 600ms reduziert.

Akkustisches Signal (Beep)
PortCheck -t -bp Citrix-Server1 1494
Überprüft fortlaufend, ob Citrix-Server1 auf Port 1494 (ICA) antwortet. Es ertönt ein Beep, wenn der Server nicht antwortet.

Akkustisches Signal (Beep) und umgekehrte Farben
PortCheck -t -bp -tc Citrix-Server1 1494
Überprüft fortlaufend, ob Citrix-Server1 auf Port 1494 (ICA) antwortet. Rot und grün werden vertauscht (Anwort = Fehler). Es ertönt ein Beep, wenn der Server antwortet.

Portscan auf "Known Ports"
PortCheck Oracle-Server1 kp
Überprüft, ob die "Known Ports" antworten. Dabei werden ca. 1100 bekannte Ports überprüft.

Portscan auf Portbereich
PortCheck Oracle-Server1 1-1024
Überprüft, ob Ports 1-1024 antworten.


Individueller Text / Text in anderen Sprachen

Mit den Parametern -replaceopentext und -replaceclosedtext kann die Ausgabe komplett individuell gestaltet werden. Der angegebene Text ersetzt dabei die komplette Zeile, die normalerweise von PortCheck ausgegeben wird. Dadurch ist es auch möglich, den Text in jeder beliebigen Sprache anzuzeigen.


Beispiel:

Sie wollen mit PortCheck die Funktionstüchtigkeit einer Produktionsmaschine überwachen. Die Maschine mit der IP-Adresse 10.5.1.1 antwortet auf Port 27000. Den Spezialisten - die kein spezielles IT-Knowhow besitzen - soll im Fehlerfall ein verständlicher Text angezeigt werden:

PortCheck -t -replaceopentext:"Produktionsmaschine PM-1 antwortet korrekt" -replaceclosedtext:"Produktionsmaschine PM-1 antwortet nicht. Bitte neu starten oder Tel. 12345 anrufen!" 10.5.1.1 27000

 

Folgende Variablen können innerhalb des Textes verwendet werden:

%host%      Hostname
%ip%        IP-Adresse
%port%      Port
%result%    Zeit in Millisekunden oder "timeout"
%datetime%  Datum und Uhrzeit


Alarmierung im Fehlerfall

PortCheck ist in der Lage, Im Fehlerfall eine Batchdatei auszuführen. Über diese Batchdatei können Sie dann weitere Aktionen durchführen, beispielsweise eine Mail oder SMS versenden oder Reparaturmaßnahmen einleiten. Hier die Möglichkeiten:

  • Alarmierung gleich beim ersten Fehler oder nach mehreren aufeinanderfolgenden Fehlern möglich. So wird vermieden, dass beim ersten Timeout sofort alarmiert wird.
  • Einmalige Alarmierung möglich. So lässt sich konfigurieren, dass bei einem dauerhaften Ausfall nur eine einzige Alarmierung erfolgt.
  • Alarmierung im "Repariert-Fall" möglich. So wissen alle Beteiligten, dass das Problem behoben wurde.

 

Beispiel 1:
Sie wollen mit PortCheck eine dauerhafte Überwachung eines Webservers auf Port 443 ausführen. Wenn der Webserver 10 Mal in Folge nicht auf Port 443 antwortet, soll einmal die Batchdatei Webserver-Fehler.cmd ausgeführt werden. So funktioniert's:

PortCheck -t -rcf:"c:\data\Webserver-Fehler.cmd" -rcc:10 -rco WebServer1 443

Durch den Parameter -rco wird die Datei nur einmalig ausgeführt. Sie wird erst dann erneut ausgeführt, wenn mindestens eine Antwort auf Port 443 erfolgte.

 

Beispiel 2:
Sie wollen mit PortCheck eine dauerhafte Überwachung eines Fileservers auf Port 139 ausführen. Wenn der Fileserver 8 Mal in Folge nicht auf Port 139 antwortet, soll einmal die Batchdatei Fileserver-Fehler.bat ausgeführt werden. Wenn der Server wieder 4 Mal hintereinander auf Port 139 antwortet, soll die Batchdatei Fileserver-OK.bat ausgeführt werden. Die Kommandozeile lautet:

PortCheck -t -rcf:"c:\data\Fileserver-Fehler.bat" -rcc:8 -rco -rof:"c:\data\Fileserver-OK.bat" -roc:4 -roo FileServer1 139

Sieht kompliziert aus, ist es aber nicht :). Alles, was mit "-rc" beginnt, steht für "run when closed". Alles, was mit "-ro" beginnt, steht für "run when open". So steht "-roo" beispielsweise für "run when open once" (nur einmalig ausführen).

Folgende Parameter werden automatisch an die Batchdateien übergeben und können darin verwendet werden:

%1   Hostname
%2   IP-Adresse
%3   Port
%4   Zeit in Millisekunden oder "timeout"

Vergleich mit PC-Check 3.0

PC-Check bietet im Vergleich zu PortCheck einen erhöhtem Funktionsumfang. PC-Check ist ein Schnelldiagnose-Tool für Anwender und Administratoren, um in Sekundenschnelle den Zustand des PCs beurteilen zu können. Dabei können Systemparameter wie Prozessorauslastung, freier Festplattenspeicher u.Ä., aber auch TCP-Ports von Servern (Antwortet der Server?), vorhandene Geräte, der eigene Benutzeraccount und vieles mehr überprüft werden. PC-Check besitzt eine zentrale Verwaltung. Primäres Ziel der Software ist es, die Anzahl der Support-Tickets zu verringern und Benutzern und Administratoren die Fehlersuche zu erleichtern, da viele Informationen in Sekundenschnelle zu Verfügung stehen. Für mehr Informationen geht's hier zur PC-Check Homepage.


     
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Software: PortCheck
Kategorie: TCP Port Check für Windows / TCP Port überwachen / TCP Ports überprüfen
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